PATIENTEN-INFOS

AKTUELLE INFORMATIONEN

Montag, 15. Juli 2013
Inhalationsnarkose

Für länger dauernde oder schwere Eingriffe werden in unserer Praxis wie in der Humanmedizin Inhalationsnarkosen durchgeführt. Der Einsatz von Isofluran als Narkosegas hilft, Belastungen für den Kreislauf und verschiedene Körperorgane, insbesondere Niere und Leber, zu reduzieren.
Das bedeutet, diese Art der Narkose ist für „Problempatienten“ wie z.B. ältere Tiere, Hunde mit Herz- oder Leberinsuffizienzen die schonendere Methode. Ein weiterer Vorteil: durch die Intubation kann das Tier bei Atemproblemen insbesondere während der Aufwachphase jeder Zeit beatmet werden. Dies tritt häufig bei den sogenannten „kurznasigen“ (brachyzephalen) Rassen auf, wie z.B. Mops, Chihuahua, Pekinese, Bulldogge oder auch bei der Perserkatze.
Wir verwenden ein VT-110- Narkosegerät von JD Medical, ein handliches Narkosegerät, das alles kann und in den USA eines der am weitesten verbreiteten Kleintiernarkosegeräte. Es ist für Patienten von Hamster- bis Doggengröße ausgelegt. Für die Narkose von Minipatienten lässt sich mit einem Handgriff ein Heimtier-Patientensystem anschließen.
Die Sauerstoffversorgung wird durch einen O2-Konzentrator gewährleistet. Dieser filtert den Sauerstoff aus der normalen Umgebungsluft, reinigt und konzentriert ihn.
Aufgrund des höheren Material- und Zeitaufwandes ist eine Inhalationsnarkose gegenüber der konventionellen Injektionsnarkose teurer (konkrete Preise auf Anfrage).

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Empfehlung zur Bekämpfung von parasitischen Milben

Die ESCCAP-Empfehlung zur Bekämpfung von parasitischen Milben bei Hunden und Katzen in Deutschland gibt eine Übersicht über die relevantesten Milben, deren Ätiologie sowie die Diagnose, Therapie und Prophylaxe.

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Das neue "Hundegesetz"

Am 26.Mai 2011 wurde in Niedersachsen ein neues "Gesetz über das Halten von Hunden" verabschiedet.

Hier die wesentlichen Bestandteile des Gesetzes für Sie zusammengefasst: wer einen Hund hält, muss die dafür erforderliche Sachkunde besitzen Hunde, die älter als 6 Monate sind, müssen durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein für alle Hunde, die älter als 6 Monate sind, muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden alle Hunde müssen vor der Vollendung des 7. Lebensmonats bei dem zentralen Hunderegister gemeldet werden wenn die Fachbehörde Hinweise erhält, dass ein Hund gefährlich ist, wird sie dies überprüfen und den Hund ggf. als "gefährlichen Hund" einstufen, für diese Hunde gelten weitere Voraussetzungen.

Sachkunde:
Die theoretische Sachkunde ist vor der Anschaffung des Hundes nachzuweisen, die praktische Prüfung während des ersten Jahres der Hundehaltung. Bis Juli 2013 besteht noch eine Übergangsfrist. Auch danach sind alle Hundehalter, die in den letzten 10 Jahren mindestens 2 Jahre durchgängig einen Hund gehalten haben, von dieser Auflage befreit, ebenso Blinden- oder Behindertenbegleithunde, Jagdhunde, die bereits eine Brauchbarkeitsprüfung erfolgreich bestanden haben und Diensthunde der Polizei, Bundeswehr und des Rettungswesens.

Es gibt verschieden Prüfungen, die als Sachkundenachweis anerkannt werden. Unter anderem gehört der D.O.Q.-test 2.0 dazu. Diesen Test können Sie ab Sommer 2013 bei uns in der Praxis ablegen. Wir beraten Sie gerne dazu.

Mikrochip:
Alle Hunde, die älter als 6 Monate sind, müssen durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein. Sollte Ihr Hund noch nicht entsprechend gekennzeichnet sein, sprechen Sie uns bitte an. Dieser Chip wird ähnlich wie eine Impfung mit einer Kanüle an der linken Halsseite ihres Hundes implantiert. Im Normalfall ist dafür keine Narkose notwendig!

Haftpflichtversicherung:
Für Hunde, die älter als 6 Monate sind, muss eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für Sachschäden abgeschlossen werden. Fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach.

Zentrales Register:
Alle Hunde müssen spätestens bis zur Vollendung des 7. Lebensmonats in einem Zentralen Hunderegister erfasst werden. Dabei werden Daten des Halters (Name, Adresse, Geburtsdatum und -ort) aber auch Daten des Hundes (Geburtsdatum, Geschlecht, Rasse und Mikrochipnummer) gespeichert. Dieses Register ist nicht zu verwechseln mit den bisherigen Tierregistern (z.B. Tasso). Diese verfolgen das Ziel vermisste Tiere wieder zu ihren Besitzern zurückzubringen. Das neue Register dient ausschließlich dazu, statistische Auswertungen über die Gefährlichkeit von Hunden in Abhängigkeit von Rasse, Geschlecht und Alter machen zu können, sowie einen Hund und seinen Halter im Falle eines Beißvorfalls eindeutig zuordnen zu können.

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